1984 im Zuge der Internationalen Bauausstellung (IBA) gegründet, um genossenschaftliches Wohnen bei überschaubaren Hausgrößen im innerstädtischen Bereich zu fördern, errichtete die Selbstbaugenossenschaft Neubauprojekte im Rahmen der Selbstbeteiligung der Nutzer_innen. Es entstanden absolut bedarfsorientierte Wohnungen mit hoher Identifikation der Bewohner_innen in stabilen Hausgemeinschaften. Nach den deprimierenden Erfahrungen von Monotonie in Vorstadtsiedlungen und Trabantenstädten wünschten sich immer mehr Menschen eine innerstädtische Lebensqualität, die allen Bewohner_innen eines Hauses, insbesondere Familien mit Kindern, ein vertrautes und selbstbestimmtes Umfeld ermöglichte. Als Modellvorhaben einer damals modernen und zeitgemäßen Bewohner_innengenossenschaft sah die SBG ihre Hauptaufgabe darin, Voraussetzungen für dieses nachbarschaftliche Wohnen zu schaffen.
Das Wohnen in Nachbarschaften steht vielerorts einem einseitig geprägten sozialen Umfeld gegenüber und ist eine stabile Zelle, die auf das Wohnumfeld ausstrahlt und es stützt.
Mittlerweile sind 10 Häuser in dieser Art neu entstanden oder grundlegend modernisiert worden. 3 Projekte (Wilhelmstraße 114, der LiMa-Wohnhof in der Markgrafen-/Ecke Lindenstraße und die Dessauer Str. 23/23a sind nicht mehr im Bestand der Selbstbaugenossenschaft auf Grund gekündigter Generalmietverträge).

Am 16. September 2014 konnte die SBG ihr 30-jähriges Jubiläum feiern.